Die Lebensversicherung (und insbesondere deren Zwilling, die Rentenversicherung) ist in Deutschland und Europa ein sinnvolles Instrument der Altersvorsorge und Hinterbliebenenversorgung.
Die staatlichen Instrumente der Altersvorsorge sind unzureichend und angesichts der enormen Verschuldung der öffentlichen Hand in der Zukunft nur noch zu Mindestleistungen in der Lage. Sicher wird es die gesetzliche Rente noch in 100 Jahren geben, aber es dürfen Zweifel daran gehegt werden, ob das Leistungsniveau der Jahre nach 2030 noch dem des Jahres 2010 entsprechen wird.
Der Durchschnittsbürger wird für seine Alterversorgung sparen müssen. Eines der wenigen steuerlich geförderten Instrumente ist die Lebensversicherung.
Die klassische Lebensversicherung steht im Wettbewerb mit der Fondsgebundenen Lebensversicherung.
Für die Lebensversicherung spricht die unbedingte Sicherheit des angesparten Vermögens vor der Insolvenz des Versicherers. Die in der EU vorgeschriebenen Sicherungen sind ausreichend und deren Überprüfung durch die Aufsichtsbehörden über jeden Zweifel erhaben. Die Abwicklung der Mannheimer Lebensversicherung hat diesen Nachweis erbracht.
Der Vorteil der klassischen Lebensversicherung ist die feste Verzinsung des angesparten Vermögens ohne Versteuerung der Zinsen und der Zinseszinsen bis zum vereinbarten Leistungszeitpunkt. Für die Basis der Altersversorgung ist dies das richtige Instrument.
Die klassische Lebensversicherung ist auf Grund der durch die Zinsgarantie erforderlichen strikten Anlagevorschriften im Ertragspotential beschränkt.
Gegenwärtig streiten sich die Gelehrten darüber, wie die für die klassische Lebensversicherung ausschlaggebende Zinskurve der nächsten Jahre aussehen wird. Bleiben die Zinsen unten weil sich die Staaten aus budgetairen Gründen keine hohen Zinsen leisten können oder führt das niedrige Zinsniveau für Zentralbankgeld zur Inflation und damit in der Folge zu höheren Zinsen?
Die Antwort ist unwichtig, weil in beiden Szenarien negative Auswirkungen auf die klassische Lebensversicherung zu befürchten sind. Ganz einfach: bleiben die Zinsen niedrig, geraten immer mehr Versicherer in die Schere aus hohen Zinsverpflichtungen gegenüber ihren Versicherungsnehmern und niedrigen Verzinsungen des Deckungsstocks. Herr Sanio hat vor einigen Wochen darauf hingewiesen, daß ihm dieser Ausblick Sorge macht.
Steigt das Zinsniveau wird für alle, die in der Zeit niedriger Zinsen eine klassische LV abgeschlossen haben, die Abwägung über die Ertragssituation zu einer Kündigung und - gleicher Bedarf vorausgesetzt - zum Abschluß einer neuen KLV mit höherem Garantiezins führen. Das führt bei der jetzt notwendigen Verteilug der Abschlußkosten auf 5 Jahre zu dem Problem, daß der Versicherer diese Kosten nicht mehr amortisieren kann. Für alle, die nicht kündigen, eine unglückliche Situation.
Welche Alternative bleibt: Die Fondsgebundene Rentenversicherung.
Gruß Peter
Montag, 8. Februar 2010
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